Haushaltsüblicher Wasserkonsum im Haushalt

Im Schnitt gerechnet, beanspruchte im Jahre 2017 jeder deutsche Bürger 123 Liter Wasser am Tag. Vor 20 Jahren lag der Pro-Kopf-Verbrauch noch deutlich höher. Die Gegenüberstellung beweist, dass wassersparende Geräte bereits ihre Wirkung zeigen. Dennoch existiert weiteres Potenzial nach unten. Letztendlich kommt ein gewissenhafter Umgang mit Wasser der Umwelt und dem eigenen Porte­mon­naie zugute.

Die Wassernutzung im Haushalt gliedert sich erfahrungsgemäß wie folgt auf:

  • 35% Körperhygiene wie Duschen, Baden, Zähne putzen, Hände waschen
  • 30% Toilettenspülung
  • 12% Wäsche waschen
  • 7% Geschirr spülen
  • 6% Wohnung putzen
  • 5% Kochen und trinken
  • 5% Sonstiges wie Zimmerpflanzen gießen, Haustiere versorgen,etc.

Die Zahlen variieren je nach Wohnfläche, Ausstattung, Haushaltsgröße und Gewohnheiten. Außerdem beinhalten die Angaben kein für den Garten benötigtes Wasser. Kommt noch ein großer Außenbereich hinzu, der in trockenen Sommern gewässert werden muss, steigt der Wasserkonsum und die Anteile verschieben sich entsprechend. Es sei denn, der Rasen und die Beete im Garten werden ausschließlich mit Regenwasser gegossen.

Abwasch mit Maschine oder manuell?

Energieeffizienz zeichnet die aktuelle Spülmaschinen-Generation aus. Innovative Geräte verbrauchen 40% weniger Wasser als ihre Vorgänger vor 10 Jahren. Demzufolge beansprucht ein Spülgang nur noch etwa 9 Liter Wasser. Dennoch kommt die Gründlichkeit nicht zu kurz. Sensoren erkennen den Schweregrad der Verschmutzung und passen die Intensität des Spülgangs den jeweiligen Erfordernissen an. Studien zufolge, erbringt ein modernes Spülgerät im Vergleich mit dem Abwasch per Hand das günstigere Ergebnis hinsichtlich des Wasserverbrauchs, volle Ladungen vorausgesetzt. Allerdings gehen die Berechnungen von manuellem Spülen unter fließendem Wasser aus.

Wird im Gegensatz dazu das Spülbecken oder eine Schüssel benutzt und mit nicht fettigen Gläsern, Tassen und Tellern begonnen, so dass das Wasser nicht oder nur einmal gewechselt werden muss, sehen die Resultate anders aus. Per Hand spülen kann durchaus wassersparend sein, wenn das schmutzige Geschirr gesammelt und in einem Abwasch erledigt wird.