Wasserspeicherkapazität des Bodens verbessern

Bei der Gartenbewässerung auf den Regen als ohnehin vorhandene Ressource setzen, geht neben der klassischen Regentonne noch einen Schritt weiter. Von der Schwerkraft gesteuert, bahnt sich jeder Tropfen, der vom Himmel fällt, seinen Weg durch den Boden. Durch sandiges Erdreich sickert der Regen sehr schnell hindurch. Humus verfügt hingegen über hygroskopische Eigenschaften, ähnlich wie ein Schwamm. Indem das Regenwasser länger in den oberen Erdschichten verweilt, können Gießkanne und Gartenschlauch länger pausieren. Den Gartenboden mit Humus anreichern erhöht sein Wasserspeichervermögen. Nachfolgend die gebräuchlichen Methoden, damit das Erdreich an Humusanteilen zulegt:

Kompost ausbringen

In jedem Garten fällt Grüngut an. Werden die pflanzlichen Materialien (Laub, Gemüsereste, verblühte Pflanzenteile sowie Gras-, Stauden- und Strauchschnitt) zusammen mit organischen Küchenabfällen im Komposter unter Einwirkung von Sauerstoff und Feuchtigkeit zum Verrotten gebracht, entsteht wertvoller Humus. In die oberste Erdschicht reife Komposterde einharken geschieht im günstigsten Fall während des zeitigen Frühjahrs. Kompost liefert nicht nur ein höheres Porenvolumen, damit der Boden das Regenwasser länger hortet. Er stellt den Zier- und Nutzpflanzen darüber hinaus wichtige Nährstoffe zur Verfügung. Der Naturdünger fördert ein gesundes Wachstum und erhöht die Widerstandskraft der Gewächse gegen Krankheiten und Schädlinge.

Mulchen

Eine Lage Mulch hält den Boden im Sommer kühl und reduziert die Verdunstung. Die schützende Schicht kann aus Holzhäcksel, Baumrinde, Stroh, Laub, zerkleinertem Strauchschnitt oder bereits angetrocknetem Rasenschnitt bestehen. Nach und nach zersetzen sich die organischen Materialien und vermengen den Boden mit Humus.