Händische und elektrische Gartenpumpen - Tipps

Die Gartenbewässerung bietet ein relativ großes Einsparpotenzial, wenn auf teures Leitungswasser komplett verzichtet und ausschließlich Regen- oder Grundwasser verwendet wird. Nicht nur die Stromkosten, auch die Wasserpreise sind in den letzten Jahren enorm gestiegen, was keinen allzu leichtfertigen Umgang mit dem erfrischenden Nass mehr gestattet. Ein sehr trockener Sommer treibt die Wasserrechnung der Stadt oder Gemeinde beim alleinigen Gebrauch von Leitungswasser für den Garten deutlich in die Höhe. Um auf natürliche Ressourcen hinsichtlich der Gartenbewässerung zurückgreifen zu können, bedarf es einen Brunnen oder Zisternen, Tanks oder Regentonnen. Stellt sich aber noch die Frage, wie das Wasser möglichst schnell und einfach aus den tieferen Schichten des Bodens bzw. aus dem Sammelbecken geholt und nach Möglichkeit gleich auf den Rasen bzw. auf die Nutz- und Zierpflanzenbeete gebracht wird.

Pumpen für den Garten

Die Gießkanne stellt die klassische, aber auch anstrengendste Variante zur Bewässerung von Pflanzen dar. Große Sommerhitze macht tägliches Gießen nötig, selbst wenn der Sinn nicht nach körperlicher Bewegung steht. Mit einer Pumpe geht alles viel bequemer vonstatten. Die automatische Beförderung des Wassers kann entweder an einem vorhandenen Sammeltank oder über eine Erdbohrung bzw. einen Schacht am Grundwasser angeschlossen werden. Es gibt sowohl manuelle als auch elektrischen Pumpen. Prinzipiell unterscheiden sich alle Pumpen durch:

  • Förderhöhe in Meter
  • Fördermenge in Liter (pro Stunde)
  • Ansaugtiefe

Elektrische Gartenpumpe

Eine mit Strom in Gang zu bringende Ausführung bietet wesentlich mehr Komfort und kann ggf. auch mobil für andere Einsatzorte zum Um- und Abpumpen Verwendung finden. Mit dem Anschluss eines Sprinklers, einer am Boden befindlichen Bewässerungsanlage oder eines Gartenschlauchs kommt das Wasser direkt dort an, wo es gebraucht wird.

Bild einer elektrischen Gartenpumpe

Beim Kauf einer elektrischen Gartenpumpe sollten Sie nebst der bereits oben aufgeführten Merkmale auf folgende Punkte achten:

  • die Leistungsaufnahme in Watt (z. B. 1200W)
  • das Gewicht
  • den Druck in Bar
  • Sind fest eingestellte oder schaltbare Stufen vorhanden?
  • Verfügt die Pumpe über eine integrierte Anzeige oder ein Display?
  • Ist der Filter bereits installiert oder muss er separat beschafft werden?

Ob Schwengelpumpe oder elektrische Gartenpumpe, es empfiehlt sich stets das Einfügen eines Filters vor dem Ansaugrohr, damit keine größeren Brocken in der Pumpe stecken bleiben. In größeren Gärten, in denen eine umfangreiche Stromversorgung fehlt, kann eine mit Benzin betriebene Gartenpumpe eine gute Lösung sein.

Minusgrade bringen Pumpen zum Platzen. Deshalb müssen elektrische Gartenpumpen im Herbst abgebaut und an einem frostsicheren Ort aufbewahrt werden.

Schwengelpumpe

Alte, historische Schwengelpumpe

Die per eigener Muskelkraft zu betreibende Schwengelpumpe liegt preislich niedriger als eine Elektropumpe. Sie besitzt einen einarmigen Hebel, den Schwengel, der den Kolben im Zylinder bewegt. Der dadurch erzeugte Unterdruck saugt das Wasser an. Schwengelpumpen kommen meist bei Brunnen zur Beförderung von Grundwasser aus der Tiefe zur Anwendung. Sie erfüllen ihren funktionalen Zweck und gewähren darüber hinaus einen attraktiven nostalgischen Anblick.

Bei der Installation sollte auch bei Schwengelpumpen nicht auf einen Filter verzichtet werden, um Verschmutzungen innerhalb der Pumpe zu vermeiden. Im Inneren ist für gewöhnlich eine Lederdichtung verbaut, welche einem natürlichen Verschleiß unterliegt. Nach einigen Jahren wird sie undicht, eine ausreichende Sogstärke ist dann nicht mehr gegeben. Deshalb empfiehlt sich das Auswechseln der Lederdichtung nach einigen Jahren.

Vor Eintritt des Winters muss die Pumpe komplett entleert werden, damit Frost, der zu einer Ausdehnung des Wassers führt, keinen Schaden anrichtet. Es empfiehlt sich zudem der Abbau des Oberteils.